

Ein Volksbegehren im Bereich der „24- Stunden-Betreuung“ greife definitiv zu kurz, ist sich Volkshilfe Steiermark Geschäftsführer Franz Ferner sicher.
Pflege ist solidarische Aufgabe nicht individuelles Risiko
Jeder Mensch in unserer Gesellschaft kann altersbedingt pflegebedürftig werden. „Pflegebedürftigkeit aufgrund des Alters“ bedarf daher einer ähnlichen solidarischen Absicherung, wie die bestehende Absicherung im Krankheits- oder Arbeitslosenfall.
Grundsätze für ein umfassendes Pflege– Volksbegehren wären unter anderem
1. Auswahl an bedürfnisorientierten Angeboten
Bedürfnisorientierte Angebote für den Pflege- und Betreuungsbedürftigen sowie für
den Angehörigen sind bereitzustellen. Die Angebote müssen für Klienten und deren
Angehörige frei wählbar sein.
2. Rechtsanspruch auf Sachleistungen ist zu garantieren.
3. Transparenz der Finanz- und Sachleistungen, die den Einzelnen planen und
kalkulieren lassen können.
4. Solidarischer Ausgleich und gleicher Anspruch für Alle.
Pflegedienste dürfen nicht ein Privileg der Reichen werden. Soziale Dienste müssen für Alle leistbar sein.
Pflegedienste sind daher von allen zu finanzieren und zumindest teilweise von jenen
zu refinanzieren, die die Pflegeleistung in Anspruch nehmen.
5. Bundeseinheitliche Rahmenbedingungen für alle ÖsterreicherInnen.
Es ist erforderlich, österreichweit einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Das
bedeutet gleiche Angebote, gleiche Preise bzw. Kosten und gleich Qualität.
6. Intelligente Anreize anstatt Fehlanreize schaffen.
Die Systeme gehören so aufeinander abgestimmt, dass die Menschen in das günstigere und nicht in das
teurere System wechseln wollen.
7. Rechtssicherheit für alle Beteiligten am Pflegeprozess ist zu garantieren und
aufzubauen gegen über Pflegebedürftigen und MitarbeiterInnen (Qualitätssicherung)
„Die Politik muss die Nöte und Ängste der Menschen wahrnehmen und verantwortlich handeln. Verteilungs- und Steuerpolitik sind politische Instrumente, die vernünftig und zum Wohle der Gesellschaft eingesetzt werden sollen. Für die Volkshilfe ist klar, es gibt keine Lösung ohne mehr Geld. Es darf keine Lösung nur für privilegierten Gruppen geben“, so Ferner.
Die Volkshilfe Pflegepositionen steht unter
http://www.stmk.volkshilfe.at/images/content/file/Positionspapier_Pflege
_Endversion_21.09.06.pdf
zum Download bereit.
Informationen und Kontakt:
Manuela Palmar
Volkshilfe Steiermark Unternehmenskommunikation
Albrechtgasse 7/3
8010 Graz
Tel.: 0316/8960-833
Mobil: 0676/870830016
Fax: 0316/8960-836
E-Mail: manuela.palmar@stmk.volkshilfe.at
www.stmk.volkshilfe.at

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